IPv4 und IPv6 sind Versionen des Internetprotokolls, die es dem Internet ermöglichen, über IP-Adressen zu kommunizieren. Stell dir eine IP-Adresse wie deine Wohnadresse vor. Damit ein Zustelldienst weiß, wohin er ein Paket liefern soll, muss er deine Adresse kennen. Im Internet ist es ähnlich: Jedes Gerät mit Internetzugang braucht eine IP-Adresse, denn ohne sie wäre es unmöglich zu wissen, wer die Anfrage gestellt hat und an wen die Antwort gesendet werden soll.
Bevor wir besprechen, welches Protokoll du beim Kauf eines Proxys wählen solltest, sollten wir zuerst die Unterschiede zwischen diesen beiden Protokollen verstehen.
IPv4
Das ist ein Internetprotokoll, das 1981 entwickelt wurde und folgendes Format hat: 192.0.2.1.
Dieses Protokoll basiert auf 32-Bit-Adressen, daher gibt es nur etwa 4,3 Milliarden (2³²) IPv4-Adressen. Das Problem ist, dass 4,3 Milliarden Adressen in der heutigen Welt zu wenig sind, weshalb IPv6 eingeführt wurde, um es zu ersetzen.
IPv6
Das ist ein Internetprotokoll, das 1998 eingeführt wurde und folgendes Format hat: 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334.
IPv6 löst das Problem der Adressknappheit vollständig, weil es auf 128-Bit-Adressen basiert, also 2¹²⁸, praktisch unendlich. Ja, es sieht nicht so übersichtlich aus wie IPv4, aber spielt das wirklich eine Rolle, wenn wir diese IP-Adressen ohnehin fast nie zu Gesicht bekommen?
Der Unterschied zwischen IPv4 und IPv6
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Format. IPv4 ist uns vertraut (192.0.2.1), während IPv6 recht komplex und wenig ansprechend wirkt (2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334).
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Routing-Protokolle. Da IPv6 die neuere Version ist, nutzt es effizientere Routing-Methoden wie RIPng, OSPFv3, EIGRP und BGP4+. IPv4 verwendet RIP, OSPF und BGP. Deshalb gilt IPv6 als schneller als IPv4.
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Anzahl der IP-Adressen. Wie bereits erwähnt, gibt es nur etwa 4,3 Milliarden IPv4-Adressen, während IPv6-Adressen nahezu unbegrenzt sind. Wegen der Knappheit sind IPv4-Adressen teurer als IPv6.
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Kompatibilitätsproblem. Wenn du eine IPv6-Adresse hast und eine Website aufrufen möchtest, die nur IPv4 unterstützt, kannst du die Seite aufgrund der unterschiedlichen Protokolle nicht erreichen. Die gute Nachricht: Mit einer IPv4-Adresse kannst du in der Regel jede Website ohne Probleme aufrufen, denn wenn Websites auf IPv6 umstellen, unterstützen sie meist weiterhin IPv4.
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Verschlüsselung. IPv6 verschlüsselt den Datenverkehr, IPv4 nicht.
Zusammengefasst ist IPv6 besser als IPv4, kann aber Kompatibilitätsprobleme verursachen, wenn eine Website IPv6 nicht unterstützt.
Warum wechselt nicht jeder zu IPv6?
Du fragst dich vielleicht: Wenn IPv6 die Adressknappheit löst und zudem schneller und günstiger ist als IPv4, warum stellt dann nicht einfach jeder auf IPv6 um?
Der Hauptgrund ist Geld. IP-Adressen werden von Internetanbietern vergeben, und die Umstellung auf IPv6 ist für sie extrem teuer. Deshalb haben sie es nicht besonders eilig, umzusteigen.
Außerdem sind IPv4-Adressen wegen möglicher Kompatibilitätsprobleme beliebter als IPv6. Wenn eine Website nur IPv4 unterstützt, kannst du sie mit einer IPv6-Adresse nicht aufrufen. Die gute Nachricht ist, dass viele moderne Websites und Anbieter beide Protokolle unterstützen, um einen hundertprozentigen Zugriff unabhängig vom Protokoll sicherzustellen.
Leider arbeiten nicht alle mit beiden Protokollen, und das kannst du selbst sehen, wenn du die Seite von Google besuchst: https://www.google.com/intl/en/ipv6/statistics.html. Dort kannst du die IPv6-Einführungsrate und die Länder sehen, die IPv6 am stärksten vorantreiben.

Zweifellos wird IPv4 in etwa 50 Jahren veraltet sein, aber derzeit ist das noch nicht der Fall.
Welches Protokoll solltest du beim Kauf eines Proxys wählen?
Die Antwort ist ganz einfach. Wenn die Website oder Websites, mit denen du arbeiten möchtest, IPv6 unterstützen, ist es besser, IPv6 zu wählen, da es günstiger ist als IPv4.
Wichtig ist außerdem: Proxy-Anbieter verkaufen nur IPv6-Server-Proxys, die nicht für alle Aufgaben geeignet sind. Daher solltest du nicht nur die Kompatibilität mit der Website berücksichtigen, sondern auch, ob Server-Proxys zu deinen Anforderungen passen.
Wenn du noch nicht sicher bist, welche Variante für dich die richtige ist, dann kauf IPv4, damit liegst du auf jeden Fall richtig. Einen Proxy-Anbieter kannst du in unserem Proxy-Anbieter-Ranking auswählen. Dort gibt es einen Filter, mit dem du anhand vieler Kriterien einen passenden Anbieter finden kannst.
Wir hoffen, dieser Artikel hat dir geholfen, die wichtigsten Unterschiede zwischen IPv4 und IPv6 zu verstehen. Wenn du Fragen hast, stell sie gerne in den Kommentaren!